Bericht aus dem Bauausschuss Oberursel vom 15. September 2021

Wie bei jeder Bauausschusssitzung ging es auch diesmal um diverse Berichte, Grundstücksverkäufe oder -käufe und Formalien.

Wie von der AfD im letzten Jahr schon beantragt wurde nun eine Erweiterung der Öffnungszeiten und darüber hinaus die Entgegennahme zusätzlicher Abfallfraktionen beschlossen.

Auffällig sind die vielen Themen zur angeblichen Klimakatastrophe. So will man Elektromobilität fördern, ohne zu wissen, woher der Strom für diese Antriebsform herkommen soll, wenn alle – wie politisch gewollt – sich damit fortbewegen werden.

Die Stadt soll sich um Ladesäulen kümmern, was definitiv keine staatliche Aufgabe ist. Und Solaranlagen auf Wohngebäuden möchte man auch fördern, wofür die Stadt gar nicht die Finanzen aufbringen kann, um hier substanziell etwas zu bewirken.

Substanziell bewirken muss die Stadt aber den Verkauf der Grundstücke an der Marxstraße von alter Feuerwache und DRK, um aus den Erlösen das neue Gefahrenabwehrzentrum (GAZ) an der Lahnstraße zu finanzieren. Nach Aussage von Bürgermeister Brum sollen von den Gesamtkosten von 32 Mio. € die Hälfte aus dem Verkauf der Grundstücke an der Marxstraße gedeckt werden.

Diesen Verkauf gefährden aber nun gerade die Parteien, denen die Feuerwehr angeblich so sehr am Herzen liegt: Michael Reuter (CDU) behauptete, dass es an dieser Stelle schwierig sei zu bauen. Und Thomas Fiehler (FDP) verstieg sich sogar zu der Idee, die Häuser an der Marxstraße auf Stelzen zu bauen.

Nun sind wir hier aber nicht am Amazonas, sondern am Urselbach! Bei den Bauvorhaben oberhalb der Marxstraße wurden technische Lösungen gewählt, die dazu geführt haben, dass dieser Bach nicht über die Ufer tritt. Dass für CDU-Mann Reuter das Bauen dort schwierig ist, sei ihm zugestanden. Daher baut auch nicht er oder die Stadt, sondern professionelle Bauträger, die das Problem ohne großen technischen Aufwand lösen.

Man kann nur hoffen, dass sich der scheidende Bürgermeister Brum noch in seinen letzten Amtstagen durchsetzt und den Verkauf der Flächen auf die Schiene bringt.

Eine Gefährdung des GAZ durch die Amateure und Bedenkenträger aus den Altparteien ist jedenfalls nicht zu akzeptieren. Dafür ist uns unsere Feuerwehr und damit die Sicherheit Oberursels zu wichtig.

Paul Beuter, Mitglied des Bauausschusses

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